Liste schließen
Bitdefender GravityZone: Was die Plattform kann und wie Managed Antivirus damit läuft
Veröffentlicht:
20.10.2026

Bitdefender GravityZone: Was die Plattform kann und wie Managed Antivirus damit läuft

Author des Blogbeitrags
Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Zum Öffnen anklicken

Bitdefender GravityZone ist die Business-Plattform von Bitdefender für die Cybersicherheit im Unternehmen. Ein Agent pro Gerät schützt Windows, macOS und Linux auf Clients und Servern. Die Konsole allein schützt Ihr Unternehmen aber nicht: Jemand muss Geräte einbinden, Richtlinien pflegen und Warnungen bearbeiten.

Dieser Artikel richtet sich an Geschäftsführer*innen, Inhaber und IT-Verantwortliche in Unternehmen mit 10 bis 200 Arbeitsplätzen. Er zeigt, welche Editionen und Add-ons es gibt, wie die Lizenzierung funktioniert, was der laufende Betrieb von Ihrem Team verlangt und wie juunit GravityZone als Managed Antivirus betreibt.

Lesezeit: 8 Minuten

Was ist Bitdefender GravityZone?

GravityZone ist die Business-Linie von Bitdefender und getrennt von den Produkten für Privatkunden. Alle Schutzkomponenten laufen über einen einzigen Agenten auf dem Endgerät und werden zentral verwaltet. Ab der Edition Bitdefender GravityZone Business Security ist GravityZone eine integrierte Sicherheitsplattform: Sie bündelt Endpoint-Schutz, die Abwehr von Netzwerkangriffen und Risikomanagement in einer Konsole.

Die Konsole gibt es in zwei Varianten. Als Cloud-Konsole brauchen Sie dafür keine eigene Serverinfrastruktur, und es gibt eine in der EU gehostete Option. Alternativ betreiben Sie sie On-Premise als virtuelle Appliance auf Ihrer eigenen Infrastruktur.

Der Agent läuft auf Desktops, Laptops und Servern mit diesen drei Betriebssystemen, physisch und virtuell. Linux-Systeme zählen dabei grundsätzlich als Server.

Technisch arbeitet GravityZone mit mehrschichtigem Schutz aus maschinellem Lernen, Verhaltensanalysen und kontinuierlicher Prozessüberwachung. Diese Technologien zielen auf Prävention: Die Software soll Malware und andere Bedrohungen erkennen, bevor sie Daten oder IT-Systeme schädigen.

Wird etwas gefunden, reagiert GravityZone automatisch: Die Plattform beendet den schädlichen Prozess, verschiebt die Datei in Quarantäne und macht schädliche Änderungen rückgängig. Bei Ransomware, also Malware, die Dateien verschlüsselt, erkennt GravityZone ungewöhnliche Verschlüsselung, blockiert den Prozess und stellt betroffene Dateien aus manipulationssicheren Kopien wieder her. Wie sich dieser Schutz in das größere Thema Endpoint Security einordnet, lesen Sie in unserem Grundlagenartikel.

Das bedeutet für Sie: Sie verwalten alle Firmengeräte über eine Oberfläche, statt auf jedem Rechner einzeln Virenschutz zu installieren und zu kontrollieren. Richtlinien, Berichte und Warnungen laufen an einer Stelle zusammen. Das spart Aufwand und verbessert die Übersicht über die Sicherheit Ihrer Clients und Server. Auf der anderen Seite setzt es voraus, dass jemand diese Stelle regelmäßig im Blick behält.

Editionen und Module im Überblick: von Small Business Security bis GravityZone Business Security Enterprise

Bitdefender staffelt GravityZone in Editionen. Jede baut auf der vorherigen auf und ergänzt weitere Schutzfunktionen. Welche Lösung passt, hängt von Ihrem Schutzbedarf ab. Für Unternehmen mit 10 bis 200 Arbeitsplätzen sind vor allem diese vier Stufen relevant:

<TABELLE>

<HEADER>

Edition

Was hinzukommt

Typisch für

<CONTENT>

GravityZone Small Business Security

Einstiegsstufe: Schutz vor Malware, Ransomware und Phishing-Seiten, verwaltet über Agent und zentrale Konsole

Sehr kleine Umgebungen

<CONTENT>

GravityZone Business Security

Network Attack Defense, Web- und Gerätesteuerung, Risikoanalyse für Schwachstellen und Fehlkonfigurationen

Standardfall im KMU

<CONTENT>

GravityZone Business Security Premium

HyperDetect (anpassbares maschinelles Lernen), Sandbox Analyzer in der Cloud, Angriffsforensik mit Visualisierung

Unternehmen mit höherem Schutzbedarf

<CONTENT>

GravityZone Business Security Enterprise

EDR mit endpointübergreifender Vorfallkorrelation, Untersuchung von Bedrohungen und Reaktion per Klick

Unternehmen, in denen jemand die EDR-Meldungen auch auswertet

</TABELLE>

Im typischen KMU ist Bitdefender GravityZone Business Security der Ausgangspunkt. Mit dem Risikomanagement erkennt die Lösung riskantes Verhalten der User und riskante Fehlkonfigurationen von Betriebssystemen und Software. So sehen Administratoren auch Risiken, die nicht von Malware ausgehen, sondern von Einstellungen und Gewohnheiten. GravityZone Business Security Premium kommt in Frage, wenn Ihr Schutzbedarf höher ist und Sie HyperDetect und den Sandbox Analyzer nutzen wollen.

Über den Endpoint hinaus gibt es weitere Ausbaustufen: XDR-Sensoren für Identitäten, Netzwerk, Produktivitätsanwendungen und Cloud sowie Bitdefenders eigenen MDR-Dienst (Managed Detection and Response). Die vollständige Gegenüberstellung aller Stufen veröffentlicht Bitdefender auf der Vergleichsseite der Business-Produkte. Welchen praktischen Unterschied EDR gegenüber klassischem Virenschutz macht, erklärt unser Beitrag EDR und Antivirus im Vergleich.

Add-ons, die separat hinzukommen

Einige Funktionen, die man in einer Sicherheitslösung als Standard erwarten könnte, sind bei Bitdefender nicht Teil der Editionen. Sie werden separat lizenziert und nach Bedarf ergänzt:

  • Patch Management: Updates für Windows, macOS, Linux und viele Drittanbieter-Anwendungen, automatisch oder manuell verteilt.
  • Full Disk Encryption: nutzt die eingebaute Verschlüsselung von Windows (BitLocker) und macOS (FileVault). Die Schlüssel verwalten Sie in der GravityZone-Konsole, ein zusätzlicher Agent ist nicht nötig.
  • Security for Email: E-Mail-Schutz für gängige Dienste wie Microsoft 365, Gmail und Exchange. Unabhängig davon schützt GravityZone Business Security Premium bereits Microsoft-Exchange-Postfächer.
  • Security for Mobile: bindet Smartphones und Tablets mit iOS, Android und ChromeOS in die Verwaltung ein.

Daneben führt Bitdefender weitere Add-ons, etwa Integrity Monitoring. Bitdefender GravityZone Integrity Monitoring überwacht Änderungen an sicherheitsrelevanten Dateien, Systemeinstellungen, Anwendungen und Benutzerrechten, um unerlaubte Manipulationen frühzeitig zu erkennen und Sicherheitsrisiken zu reduzieren.

Das bedeutet für Sie: Wählen Sie die Edition nach Ihrem Schutzbedarf und ergänzen Sie Add-ons nur dort, wo ein konkreter Bedarf besteht, z. B. Verschlüsselung für Laptops, die regelmäßig das Büro verlassen und Daten des Unternehmens mitnehmen. So lizenzieren Sie keine Module, die in Ihrem Alltag niemand nutzt.

Lizenzierung: Wie GravityZone abgerechnet wird

Bitdefender GravityZone wird als Abonnement pro geschütztem Gerät lizenziert. Entscheidend ist die Anzahl der Endgeräte: Laptops, Desktops und Server zählen jeweils einzeln. Für die Planung sind diese Punkte wichtig:

  • Die Laufzeit beträgt 1, 2 oder 3 Jahre.
  • Online lassen sich Lizenzen für 1 bis 100 Geräte kaufen, größere Mengen beziehen Sie über Bitdefender-Partner.
  • Small Business Security gibt es nur online.
  • Online-Abonnements verlängern sich automatisch, sofern Sie die Verlängerung nicht abschalten.
  • Lizenzen lassen sich jederzeit ergänzen.

Für Managed Service Provider bietet Bitdefender eigene MSP-Pakete mit monatlicher Abrechnung nach Nutzung und ohne Mindestabnahme. Dieses Modell richtet sich an Dienstleister, die GravityZone für ihre Kunden betreiben.

Für Unternehmen mit 10 bis 200 Arbeitsplätzen heißt das in der Planung: Zählen Sie alle Clients und alle Server und beachten Sie die oben beschriebene Zählregel für Server. Ein Unternehmen mit 30 Arbeitsplätzen und zwei Servern kommt so auf 32 Geräte. Add-ons ergänzen Sie gezielt, und die Laufzeit koppeln Sie an Ihre eigene IT- und Budgetplanung.

Das bedeutet für Sie: Eine vollständige Geräteliste ist die Grundlage jeder Lizenz. Wer Server vergisst, lässt Systeme ungeschützt. Und wer die automatische Verlängerung nicht im Kalender hat, verlängert unter Umständen, ohne das bewusst entschieden zu haben.

Selbst betreiben oder Managed Antivirus?

Die Konsole ist das Werkzeug. Der Schutz entsteht im laufenden Betrieb, und der besteht aus Aufgaben, für die jemand verantwortlich sein muss. Diese Aufgaben fallen an, egal ob Sie GravityZone selbst betreiben oder betreiben lassen:

<TABELLE>

<HEADER>

Aufgabe

Was konkret anfällt

Wer übernimmt es?

<CONTENT>

Geräte einbinden und alten Virenschutz entfernen

Systemanforderungen prüfen, Agent auf allen Clients und Servern ausrollen, vorhandene Sicherheitssoftware deinstallieren, Konflikte vermeiden

Interne IT oder Dienstleister

<CONTENT>

Richtlinien festlegen und pflegen

Standardregeln definieren, Ausnahmen für Fachanwendungen einrichten, Einstellungen bei Änderungen anpassen

Interne IT oder Dienstleister

<CONTENT>

Warnungen sichten

Meldungen regelmäßig prüfen, Fehlalarme erkennen, Dringlichkeit einschätzen

Interne IT oder Dienstleister

<CONTENT>

Vorfälle bewerten und bereinigen

Fund einschätzen, Rechner bereinigen, Einfallsweg der Viren klären, Rechner bei Bedarf vom Netz trennen

Interne IT oder Dienstleister

<CONTENT>

Quarantäne prüfen

Dateien in der Quarantäne bewerten, freigeben oder endgültig löschen

Interne IT oder Dienstleister

<CONTENT>

Berichte lesen

Informationen aus den Auswertungen verstehen und Handlungsbedarf ableiten, z. B. für die Geschäftsführung

Interne IT oder Dienstleister

<CONTENT>

Vertretung im Urlaub und bei Krankheit

Festlegen, wer Warnungen bearbeitet, wenn die zuständige Person fehlt

Muss vorab geregelt sein

</TABELLE>

Eigenbetrieb passt, wenn Ihre interne IT Zeit und Erfahrung mit Sicherheitsvorfällen und solchen Tools hat und die Vertretung klar geregelt ist. Dann ist GravityZone eine Lösung, die Ihr Team selbst gut nutzen kann, mit direktem Zugriff auf alle Einstellungen und Berichte.

Managed Antivirus passt eher, wenn IT-Ressourcen knapp sind, es keine feste Vertretung gibt oder sich die Mitarbeiter Ihrer internen IT auf andere Aufgaben konzentrieren sollen und Unterstützung im Tagesgeschäft brauchen. Beide Modelle stellen wir im Beitrag Managed Antivirus oder klassische Antivirenlösung ausführlich gegenüber.

So betreibt juunit GravityZone als Managed Antivirus

juunit betreibt Managed Antivirus auf Basis von Bitdefender GravityZone für Clients und Server. Das Werkzeug ist also genau die Plattform, die dieser Artikel beschreibt, den Betrieb übernimmt das juunit-Team. Einzelheiten finden Sie auf der Seite Managed Antivirus von juunit.

Zum Leistungsumfang gehören:

  • Installation und Inbetriebnahme
  • Sicherheitsrichtlinien nach Ihren individuellen Anforderungen
  • Prüfung von Virenvorfällen
  • Risikobewertung und Bereinigung
  • Prüfung und Bereinigung der Quarantäne
  • Überwachung der wichtigsten Funktionen, unabhängig vom Betriebssystem
  • Monatlicher Bericht
  • Fehleranalyse und Fehlerbehebung
  • Notfallplanung
  • Support

Abgerechnet wird monatlich pro tatsächlich installiertem Client. Es gibt keine Mindestabnahmemengen und keine festen Staffeln. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt einen Monat, danach verlängert sich der Vertrag automatisch. Managed Antivirus ist Bestandteil der juunit IT-Servicepakete. Für Kundinnen und Kunden heißt das: Kommen Arbeitsplätze hinzu oder fallen weg, folgt die Abrechnung der Zahl der installierten Clients.

Häufige Fragen zu Bitdefender GravityZone

<FAQ>

<FRAGE>

Was unterscheidet Bitdefender für Privatkunden von GravityZone?

<ANTWORT>
Die Privatprodukte von Bitdefender sind für einzelne Geräte und Haushalte gedacht. Bitdefender GravityZone ist für die zentrale Verwaltung von Firmengeräten gebaut: eine zentrale Oberfläche, Richtlinien und Berichte für alle Endgeräte im Unternehmen.

<FRAGE>

Läuft GravityZone parallel zum Windows Defender?

<ANTWORT>
Nein. Microsoft Defender Antivirus ist in jedem Windows enthalten. Vor der Installation schaltet der GravityZone-Agent die Windows-Sicherheitsfunktionen (Windows Defender, Windows Firewall) ab. Andere Sicherheitssoftware sollte deinstalliert werden, viele Produkte entfernt die Installation automatisch. Zwei Sicherheitsprodukte parallel sind nicht vorgesehen und können Probleme verursachen. Die Details beschreibt Bitdefender in der Installationsanleitung für Sicherheitsagenten.

<FRAGE>

Sind Server in GravityZone abgedeckt?

<ANTWORT>
Ja. Windows- und Linux-Server, physisch und virtuell, schützt GravityZone mit demselben Agenten und verwaltet sie in derselben Konsole. In der Lizenz zählt jeder Server als eigenes Gerät.

<FRAGE>

Was passiert, wenn GravityZone einen Virus findet?

<ANTWORT>
GravityZone blockiert die Malware automatisch und isoliert sie. Im Managed Antivirus geht die Meldung zusätzlich an das juunit-Monitoring. Ein Techniker prüft den Fund, bereinigt das betroffene System, klärt den Einfallsweg, trennt es bei Bedarf vom Netzwerk und informiert Sie.

<FRAGE>

Gibt es eine Mindestanzahl an Geräten?

<ANTWORT>
Bei Bitdefender lassen sich Lizenzen online ab einem Gerät kaufen. Bei juunit gibt es keine Mindestmengen, abgerechnet wird pro installiertem Client.

</FAQ>

Fazit: Die Plattform liefert die Werkzeuge, der Betrieb macht den Schutz

Bitdefender GravityZone bündelt den Schutz für Clients und Server in einem Agenten und einer Konsole. Ab Bitdefender GravityZone Business Security kommen die Abwehr von Netzwerkangriffen und das Risikomanagement hinzu, höhere Editionen ergänzen weitere Technologien, und Add-ons buchen Sie gezielt dazu. Entscheidend bleibt der Betrieb: Sicherheit entsteht erst, wenn jemand Richtlinien pflegt, Warnungen bewertet und bei Vorfällen handelt. Klären Sie deshalb zuerst, wer diese Aufgaben in Ihrem Unternehmen übernimmt, und wählen Sie danach Edition und Betriebsmodell.

Sie nutzen GravityZone schon oder überlegen den Einstieg? Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, welche Edition zu Ihren Geräten passt und wer den Schutz im Alltag betreibt. Mehr zum Betriebsmodell finden Sie beim Managed Antivirus von juunit, zu übergreifenden Sicherheitsfragen bei unserer IT-Sicherheitsberatung.

Kostenloses Erstgespräch
Julian Schmidt

Julian Schmidt

Julian ist unser Office-365-Experte im Team. Wenn es um Office-365-Neukunden- und Migrationsprojekte oder die technische Kundenbetreuung geht, ist der gelernte Fachinformatiker (IHK) der richtige Ansprechpartner und berät unsere Kunden mit seiner langjährigen Expertise. Darüber hinaus koordiniert er als Teamleiter für unseren 2nd-Level-Support die Projekte, plant deren Einsätze, unterstützt bei technischen Fragen im 2nd- und 3rd-Level und hat immer ein offenes Ohr für sein Team. Wenn es um die strategische und technische Weiterentwicklung von juunit geht, ist Julians Expertenmeinung ebenfalls von der Geschäftsführung gefragt. Um seine Managementfähigkeiten weiter zu verbessern, absolviert er derzeit nebenberuflich den Studiengang „Unternehmertum“ an der DHBW Karlsruhe.

‍

Noch nicht das Passende dabei?

Erfahre mehr zu unserem IT-Service in der Metropolregion Rhein-Main/Frankfurt

Zum Standort FrankfurtZum Standort MainzZum Standort WiesbadenZum Standort Aschaffenburg

juunit.

Was wir für Sie tun können.

Jetzt sind Sie gespannt darauf, uns kennenzulernen und herauszufinden, wie wir all die juunit-Power für Ihr Business nutzen können? Dann sollten wir zusammenarbeiten -
wir freuen uns auf Sie!
kalendar icon

Infogespräch

Jetzt buchen
SonderangebotSonderangebot

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Wenn Sie diese Nachricht abschicken, speichern wir zusätzliche personenbezogene Daten von Ihnen. Lesen Sie dazu unsere Datenschutzhinweise für Webseitenbesucher*innen.