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13.7.2023

Was ist ein Antivirenprogramm? Oder: Die Bedeutung von Cybersicherheit für Unternehmen

Author des Blogbeitrags
von
Dennis

Gerade in der heutigen digitalen Welt, in der sich die Abhängigkeit von Technologien zunehmend vermehrt und die digitale Vernetzung voranschreitet, sollten Unternehmerinnen und Unternehmer über alle Branchen hinweg die Sicherheit ihrer Daten und Systeme an oberste Stelle setzen. Denn die Cyberkriminalität nimmt stetig zu und die Anzahl an Viren und anderen Bedrohungen wächst permanent. Ein wichtiges Instrument im Kampf gegen Viren und Co. bietet ein Antivirenprogramm. Was genau ein Antivirenprogramm ist, wie ein Virenscanner funktioniert, welche Antiviren Software wir empfehlen und vieles mehr fassen wir kompakt in diesem Blogartikel zusammen.

Was ist eigentlich ein Antivirenprogramm?

Ein Antivirenprogramm ist laut Definition eine Software, die entwickelt wurde, um schädliche Programme wie Viren, Malware, Spyware und andere Bedrohungen zu erkennen, zu blockieren und zu entfernen. Es handelt sich um eine Sicherheitslösung, die deinen Computer, dein Netzwerk oder sonstige Geräte kontinuierlich überwacht, um potenzielle Bedrohungen zu identifizieren und zu beseitigen, bevor sie Schaden anrichten können. Es ist also ein wichtiger Baustein für deine IT-Sicherheit. So weit so gut. Aber wie funktioniert so ein Antivirenprogramm überhaupt?

Wie funktioniert ein Antivirenprogramm?

Klar, es bietet zunächst einmal Schutz vor Malware, Ransomware und Co. Es hilft dir auch dabei, sicherer E-Mails zu verschicken und auf der einen oder anderen Webseite zu surfen. Beim Onlinebanking und anderen Onlineaktivitäten gibt dir ein Antivirenprogramm ein sichereres Gefühl. Doch wie funktioniert ein Antivirenprogramm eigentlich technisch gesehen?

Die Funktionsweise eines Antivirenprogramms lässt sich vor allem in vier Bereiche aufteilen:

  1. Echtzeit-Überwachung: Ein Antivirenprogramm überwacht deinen Computer oder dein Netzwerk kontinuierlich auf verdächtige Aktivitäten. Es scannt laufende Prozesse, Dateien und eingehende Daten, um potenzielle Bedrohungen zu erkennen und schickt bei Bedrohungen auf deinem Gerät eine Benachrichtigung.
  2. Virenerkennung und -entfernung: Das Virenschutzprogramm verfügt über eine Datenbank mit Virensignaturen, anhand derer es schädliche Programme identifizieren kann. Sobald eine Bedrohung erkannt wird, blockiert oder entfernt das Programm das schädliche Element von Ihrem System.
  3. E-Mail- und Web-Schutz: Ein Antivirenprogramm bietet häufig Funktionen zum Schutz vor Phishing-Angriffen und dem Besuch gefährlicher Websites. Es erkennt und blockiert bösartige Links, verdächtige E-Mail-Anhänge und schützt vor betrügerischen Websites, die versuchen, vertrauliche Daten zu stehlen.
  4. Automatische Updates: Da neue Viren und Bedrohungen ständig auftauchen, halten Antivirenprogramme ihre Virendatenbanken und Erkennungsalgorithmen regelmäßig auf dem neuesten Stand. Durch automatische Updates bleiben deine Systeme vor den neuesten Bedrohungen geschützt.

Definition Computervirus

Ein Computervirus ist eine Art von bösartiger Software oder Code, der sich selbst repliziert und ohne Wissen des Benutzers in Computersystemen verbreitet. Durch Anheften an saubere Dateien oder Systemprozesse kann es Daten beschädigen, die Systemleistung beeinträchtigen, vertrauliche Informationen stehlen oder weitere schädliche Aktivitäten durchführen. Die Entfernung und Prävention von Viren ist eine Kernfunktion von Antivirensoftware.

Was ist der Unterschied zwischen einem Antivirenprogramm und einem Virenscanner?

In der Praxis werden die Begriffe „Virenscanner" und „Antivirenprogramm" oft austauschbar verwendet, da viele Antivirenprogramme Virenscanner als integrierten Bestandteil enthalten. Die Entwicklung von Sicherheitslösungen hat jedoch dazu geführt, dass Antivirenprogramme umfangreicher und vielseitiger geworden sind, um den sich ständig verändernden Bedrohungen gerecht zu werden. Kurzum: Ein Virenscanner ist eine spezifische Funktion oder ein Modul innerhalb eines umfassenderen Antivirenprogramms. Kommen wir damit zur nächsten Frage, die sich viele Unternehmerinnen und Unternehmer stellen:

Wie funktioniert ein Virenscanner?

Die genaue Funktionsweise kann je nach Hersteller und Software variieren. So bieten einige Virenscanner beispielsweise auch zusätzliche Funktionen wie Firewallschutz, E-Mail- und Webfilterung oder Verhaltensüberwachung an. In der Regel haben Virenscanner die folgenden Aufgaben:

  1. Virensignaturen: Der Virenscanner verfügt über eine Datenbank mit Virensignaturen, die einzigartige Muster oder Signaturen von bekannten Viren enthält. Diese Signaturen werden durch umfangreiche Forschung und Analyse von Sicherheitsexperten erstellt.
  2. Dateiscans: Der Virenscanner durchsucht alle Dateien auf deinem Computer oder in einem bestimmten Speicherort, um nach den in den Virensignaturen definierten Mustern zu suchen. Er vergleicht die Dateien mit der Signaturendatenbank, um potenzielle Viren oder schädliche Programme zu erkennen.
  3. Verhaltensanalyse: Fortgeschrittene Virenscanner verwenden auch Verhaltensanalyse-Techniken, um verdächtige Aktivitäten zu erkennen. Sie überwachen das Verhalten von Programmen und Prozessen in Echtzeit und suchen nach ungewöhnlichen oder verdächtigen Aktionen, die auf eine Infektion hindeuten könnten. Zum Beispiel das massenhafte Ändern von Dateien oder das Manipulieren des Betriebssystems.
  4. Heuristische Analysen: Einige Virenscanner verwenden heuristische Analysen, um neue oder unbekannte Viren zu erkennen, für die noch keine Signaturen verfügbar sind. Hierbei werden bestimmte Verhaltensmuster oder Charakteristika von schädlichen Programmen erkannt und als potenzielle Bedrohungen markiert.
  5. Quarantäne und Bereinigung: Wenn der Virenscanner eine schädliche Datei erkennt, kann er sie in Quarantäne verschieben oder entfernen, um zu verhindern, dass sie weiteren Schaden anrichtet. In der Quarantäne werden verdächtige Dateien isoliert und können bei Bedarf wiederhergestellt oder dauerhaft gelöscht werden.
  6. Echtzeit-Schutz und Updates: Ein Virenscanner bietet oft einen Echtzeit-Schutz, der dein System und deine Geräte kontinuierlich überwacht und sofort reagiert, wenn eine Bedrohung erkannt wird. Darüber hinaus werden die Virensignaturen und die Erkennungstechnologien regelmäßig durch automatische Updates aktualisiert, um auf dem neuesten Stand der Bedrohungslandschaft zu bleiben.

Welchen Virenschutz braucht man wirklich?

Um gegen die neuesten Angriffe durch Malware und Co. gewappnet zu sein, solltest du stets über ein aktuelles Virenschutzprogramm verfügen. Bei der Vielzahl an Antivirenprogrammen erscheint es vielen fast wie ein Glücksgriff, den richtigen Schutz zu finden. Denn jeder hat auch eine andere Meinung zum Thema Virenschutzprogramm und Co. Der Windows Defender ist ein erster Echtzeitschutz, den Windows in seinen neueren Versionen wie z. B. Windows 10 oder Windows 11 standardmäßig aktiviert und aktualisiert. Doch gerade im Firmenkontext solltest du auf weiteren Virenschutz neben dem Windows Defender setzen. Unsere IT-Expert*innen haben einige Empfehlungen für dich zusammengestellt:

  • Aktuelles Betriebssystem und Software: Stelle sicher, dass dein Betriebssystem (z. B. Windows, macOS, Linux) und deine Anwendungen stets auf dem neuesten Stand sind. Regelmäßige Updates beheben Sicherheitslücken und halten dein System geschützt. Ein guter Virenschutz kann diese Updates unterstützen und zusätzliche Sicherheitsfunktionen bieten.
  • Zuverlässige Antivirensoftware: Ein qualitativ hochwertige Antivirensoftware ist unerlässlich, um deinen Computer und deine Unternehmensdaten vor Viren, Malware und anderen Bedrohungen zu schützen. Wähle eine renommierte Antivirensoftware von einem vertrauenswürdigen Anbieter, der regelmäßige Updates und eine zuverlässige Erkennungstechnologie bietet. Wir bei juunit setzten bei unserer Managed Antivirus Lösung auf BitDefender. Nach unseren internen Erfahrungen hat diese Antivirensoftware für uns die besten Testergebnisse im Antivirus Test erzielt.
  • Echtzeit-Schutz: Um Bedrohungen sofort zu erkennen und zu blockieren, ist ein Virenschutz mit Echtzeit-Überwachung ratsam. Dies minimiert das Risiko einer Infektion durch schädliche Dateien oder Aktivitäten auch während du deine Systeme nutzt.
  • Malware-Schutz: Achte darauf, dass dein Virenschutz auch vor anderen Arten von Malware wie Spyware, Adware und Trojanern schützt. Diese können deine Privatsphäre gefährden, deine Daten stehlen oder unerwünschte Werbung anzeigen.
  • Zusätzliche Sicherheitsfunktionen: Je nach den spezifischen Anforderungen in deinem Unternehmen und dem Bedrohungsmodell können zusätzliche Sicherheitsfunktionen wie eine Firewall, Phishing-Schutz, Webfilterung oder Ransomware-Abwehr von Vorteil sein. Diese Funktionen bieten einen umfassenderen Schutz vor den verschiedenen Arten von Bedrohungen.

Bin ich als Unternehmerin oder Unternehmer verpflichtet, eine Antiviren Software zu haben?

Obwohl es keine direkte gesetzliche Verpflichtung gibt, ist der Einsatz einer Antiviren Software eine allgemein anerkannte und empfohlene Maßnahme zum Schutz von Systemen und Daten vor Bedrohungen. Unternehmen sollten die geltenden rechtlichen Anforderungen in ihrer Branche und ihre spezifischen Verpflichtungen im Rahmen von Verträgen und Vereinbarungen berücksichtigen und angemessene Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um die Vertraulichkeit und Integrität ihrer Daten zu gewährleisten.

Potenzielle gesetzliche Vorgaben, die in deinem Unternehmen in puncto Virenschutz Programm relevant sein könnten, ist das Bundesdatenschutzgesetz, das IT-Sicherheitsgesetz oder sonstige spezifische Vertrags- und Lieferantenverpflichtungen bzw. branchenspezifische Vorgaben.

Du willst wissen, welchen Virenschutz und welche Antivirus Software du konkret für dein Unternehmen brauchst? Dann melde dich gerne bei uns. Wenn du mehr zum Thema Antivirus und unsere Managed Antivirus Lösung wissen willst, schau dir gerne unsere Lösungsseite an. In unserem Blog findest du außerdem weitere Artikel rund um das Thema IT-Sicherheit.

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